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Stadtgeschichte

Die Geschichte einer Stadt interessant, lebendig, spannend und vor allem nicht langweilig zu erzählen, ohne dabei auf das Jahreszahlenwerk zu achten, ist ein schwieriges Unterfangen. Denn wie sollte man sonst vermitteln, dass Kufstein im Jahr 788 erstmals urkundlich erwähnt wurde? Belegbar nach „Indiculus Arnonis“, einem Verzeichnis von Schenkungen der bairischen Herzöge und anderer Adliger, aller dem Bistum der heutigen Erzdiözese Salzburg gehörenden Kirchen und Klöster seit dem beginnenden 8. Jahrhundert.

Nachzulesen ist, dass eine Kirche mit Landbesitz und eine Mönchszelle als „ad cuafstein“ bezeichnet wurden. Den Stadtteil Zell mit seiner „Zeller Kirche“, die dem Heiligen Martin geweiht ist, besuchend, stößt man auf bauliche Zeitzeugen, die im Jahre 1984 bei Grabungen freigelegt wurden. Politisch war Kufstein seinerzeit ein Reichslehen, im Besitz der Bischöfe von Regensburg. Im 10. Jahrhundert, wo Kufstein noch um 1050 als „villa“, also Dorf, bezeichnet wurde, erging es als Vasallen der Regensburger an das in der Inntalschaft bezeugte Grafengeschlecht der Rapotonen über. 1133 als Lehen an die Herzöge von Bayern. Für das 12. Jahrhundert findet sich ein interessanter Eintrag im Güterverzeichnis der Grafschaft Falkenstein im bayerischen Flintsbach am Inn, wonach ein Sigihart von Kuofstain, ein Engelprecht von Chuifstain und ein Eberhart von Ebbs als „Cämmerer von Chufstain“ namentlich festgehalten sind.

Diese Namensnennungen führten wahrscheinlich zu dem bis heute nicht bewiesenen Glauben an ein Grafengeschlecht von Kufstein. 1205 wurde die Burg erstmals erwähnt. 1257 findet man die Nennung „forum“, also Markt, für Kufstein. Einen kontinuierlichen Bedeutungszuwachs erfuhr die Siedlung Kufstein im Jahre 1339 mit der Bezeichnung „stat“. Die Grafschaft Unterinntal wurde in drei Landgerichte aufgeteilt und 1363 mit der Grafschaft Tirol den Herzögen von Österreich übergeben. Erst durch den Frieden von Schärding, zwischen Habsburgern und Wittelsbachern, in dem die österreichischen Herzoge Albrecht III. und Leopold III. ihrerseits auf alle Ansprüche in Bayern verzichteten, die ihnen vormals die ehemalige Landesfürstin Margarethe von Tirol-Görz, die unter dem Beinamen „Maultasch“ besser bekannt ist, abgetreten hatte, bildeten 1369 Rattenberg, Kufstein und Kitzbühel wieder Bestandteile der Territorien der wittelsbachischen Herzogsdynastien von Oberbayern-München (bis 1392), sodann von Oberbayern-Ingolstadt (1392-1447) und schließlich von Niederbayern-Landshut (1448-1503). Die drei Landgerichte verblieben bis zur Übernahme Kufsteins durch König Maximilian I. bayerisch. Eine historische wertvolle Jahreszahl ist 1393 – Herzog Stefan III. verleiht Kufstein den Titel Stadt. Über 100 Jahre später, und zwar genau im Jahre 1504, erobert der Habsburger Maximilian I. Festung und Stadt. Erst der Reichstag von Köln sprach Kufstein 1505 endgültig Österreich zu, nachdem Maximilian 1504 am Wenzenberg im Pfälzer Krieg einen Sieg errungen hatte. Dabei ging es um das Territorium der erloschenen Landshuter Linie, mit der Zusage Herzog Albrechts, wonach Maximilian im Falle seines Eintretens den bayerischen Anteil vom Tiroler Inntal erhielt.

Wieder war es ein bayerischer Kurfürst, der in seinem Feldzug 1703 Stadt und Festung erneut eroberte. Dabei verwüstete das Feuer nicht nur Teile des heutigen Unteren Stadtplatzes und der Festung, sondern auch viele für die Historie der Stadt von Bedeutung gewesener Schriftstücke, Dokumente und Unterlagen. Doch bereits ein Jahr später wurde Kufstein im Ilbesheimer Vertrag Österreich zuerkannt. „Heiß umfehdet, wild umstritten“, so die Jahre 1805 bis 1809 mit dem dritten Koalitionskrieg gegen Napoleon und dem Befreiungskampf der Tiroler 1809 gegen die bayrische Schlossbesatzung auf der Festung Kufstein. Man schrieb das Jahr 1814, als Tirol mit Kufstein wieder österreichisch wurde. Industrie, Eisenbahn, Wasser und Licht eroberten Kufstein in den Jahren zwischen 1842 und 1898, bevor die Grausamkeiten des ersten und vor allem jene des zweiten Weltkriegs über Kufstein hereinbrachen.

In den Jahren 1938 bis 1945 war Kufstein durch den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich Kreisstadt im Gau Tirol-Vorarlberg. Nach der Besatzungszeit durch Amerikaner und Franzosen avancierte Kufstein mit einem rund 3.944 Hektar umfassenden Gemeindegebiet und dem heutigen Stand von zirka 20.000 Einwohnern zur zweitgrößten Stadt Tirols.

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